Gesine Agena, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND

PM: Kein falscher Konsens mit den Atom-Parteien!

31.05.2011: Zu den vorgelegten Eckdaten der Bundesregierung zum Atomausstieg erklärt Gesine Agena, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND:

"Die Bundesregierung proklamiert einen Atomkonsens - was sie macht ist Nonsens. Wir wollen nicht, dass der Ausstieg aus der Atomkraft gegen Klimaschutz ausgespielt wird. Denn Strom aus Kohlekraft, den die Bundesregierung braucht, wenn sie nicht die erneuerbaren Energien stärker ausbaut, ist ein Klimakiller. Wir setzen auf dezentrale Energieversorgung aus erneuerbaren Energien, nicht wie nach dem Plan der Bundesregierung auf 35 Prozent bis 2020, sondern auf mindestens 45 Prozent. Wir brauchen ambitionierte Klimaziele und einen Ausstieg aus der Atomkraft - beides zusammen ist unumgänglich und funktioniert nur mit dem massiven Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die "kalte Reserve" für einen der Atommeiler ist technisch sinnlos und für AtomlobbyistInnen eine Freude, da sie ein AKW im Stand-by-Modus weiter laufen lassen können, obwohl es längst hätte abgeschaltet werden müssen.

Das Ausstiegsjahr 2022, vorgeschlagen von der Bundesregierung, ist zudem viel zu spät für den endgültigen Ausstieg. Viele Studien, unter anderem vom wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung oder von Greenpeace zeigen, dass es schneller geht. Als GRÜNE JUGEND fordern wir einen Ausstieg bis spätestens 2015, Bündnis 90/Die Grünen fordern ihn bis 2017. An diesen Zielen müssen wir festhalten und werden uns nicht von einem vorgetäuschten Konsens der Bundesregierung blenden lassen. Wir machen keinen falschen Konsens mit den Atom-Parteien, sondern streiten weiter für eine Energieversorgung ohne Atomkraft, nicht erst in elfeinhalb Jahren, sondern so schnell wie möglich."

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