GRÜNE JUGEND begrüßt Quoten-Debatte in der CSU - Junge Liberale rückständig!

13.03.2010: Die GRÜNE JUGEND Bayern erklärt in einer Pressemitteilung:

Die GRÜNE JUGEND Bayern begrüßt, dass die CSU inzwischen ernsthaft erwägt, eine Frauen-Quote einzufügen und wendet sich in einem offenen Brief an die Jungen Liberalen in Bayern, die "Gender Mainstreaming" abschaffen wollen. Die Jungen Liberalen scheinen beweisen zu wollen, dass der stärkste Kontrast zur CSU zur Not auch heißen kann, noch konservativer und rückständiger zu sein, als die Christlich-Sozialen Demokraten es für wünschenswert halten.

"Die CSU begreift nach über 60 Jahren, dass die Quote eine gute Möglichkeit darstellt für mehr Gleichberechtigung zu sorgen. Wir gratulieren ganz herzlich zu der späten Erkenntnis und hoffen, dass die Quote in Aufsichtsräten von Unternehmen nicht auch 60 Jahre auf sich warten lassen muss. Die Quote ist das beste Instrument, welches wir kennen, um zumindest eine paritätische Besetzung zu gewährleisten. Denn meist führt die Quote noch nicht zu paritätischer Machtverteilung. Die CSU sollte aber gleich den konsequenten Schritt gehen und das grüne Modell der Frauenquote auf allen Ebenen einführen. Denn nicht nur die Quote für Gremien ist wichtig, es gilt vor allem die Parlamente paritätisch zu gestalten. Im Gegensatz zur CSU scheinen die Jungen Liberalen in Bayern das Rad wieder zurückdrehen zu wollen. Sie haben sich auf ihrer letzten Landesversammlung gegen "Gender Mainstreaming" ausgesprochen und wollen alle UN-Resolutionen in dieser Frage abschaffen. Wir glauben, dass die Julis nicht ganz verstanden haben, worum es beim Gender Mainstreaming geht. Deshalb wurde von einigen Mitgliedern des Landesarbeitskreis Geschlechtergerechtigkeit ein offenen Brief verfasst, indem wir die Jungen Liberalen in Bayern auffordern, ihren rückwärtsgewandten Beschluss schnellstmöglich zu revidieren."

Zum Offenen Brief: blog.gruene-jugend.de/archives/2375