Landesjugendkongress - Eichstätt grün und friedlich
01.05.2003: Bericht vom Landeskongress der Grünen Jugend Bayern, 28. bis 30. März 2003, in Eichstätt von Andreas Riedl
Freitags am frühen Nachmittag machte ich mich auf den Weg zu einem Wochenende voller spannender Diskussionen, inhaltlicher Debatten und netten Leuten: und meine Hoffnungen sollten nicht enttäuscht werden. Schon im Zug traf ich auf zwanzig Gleichgesinnte die auch den Weg nach Eichstätt auf sich nahmen; insgesamt sollten sich auf dem Kongress knapp 90 Personen befinden. Freitagabend stand dann auch nicht mehr viel auf dem Programm. Uns wurde von Markus Rainer das bayrische Wahlsystem erklärt (an alle NichtbayerInnen: ja, auch bei uns wird dann und wann gewählt) und von Julia Baßler ein grober Überblick über die anstehenden Aufgaben des Kongresses gegeben. Danach brach man geschlossen zu einem lustigen Kneipenbummel auf.
Samstags standen zwei Workshopblöcke zu den verschiedensten landespolitischen Themen, wie Bildung, Umwelt, Wirtschaft, Kinder und Bürgerrechte sowie ein NeueinsteigerInnentreffen und ein Workshop zu Öffentlichkeitsarbeit an. In der Mittagspause machten wir uns auf, um bei schönstem Wetter der Bischofsstadt Eichstätt die größte Friedensdemo ihrer Geschichte zu bescheren. Dort fanden der Landtagsabgeordnete Adi Sprinkart und GJ-Sprecherin Ines Eichmüller die passenden Worte. Sie stellten dann auch abends mit Grußworten den Beginn des offiziellen Teils der Mitgliederversammlung dar. Das Wahlkampfteam stellte das Konzept für die Landtagswahl im September vor und die Mitglieder diskutierten darüber, ob ein Spitzenkandidat aufzustellen sei. Nach langwierigen Diskussionen entschieden sich die Mitglieder dafür allen jungen KandidatInnen die gleichen Chancen einzuräumen und lehnten den entsprechenden Vorschlag des Wahlkampfteams knapp ab. Den Abend verbrachten wir in gemütlicher Runde oder auf einer großen Schülerparty.
Am Sonntag wurde dann das Jugendwahlprogramm, mit den Themenbereichen Bildung, Wirtschaft und Arbeit, Umwelt, Jugend, Frauen und Bürgerrechten diskutiert und verabschiedet. Außerdem wurde unserer Mitgliederzeitschrift „Brennessel“ ein Zeitungsstatut geschenkt und die Redaktion zum ersten Mal gewählt. Nebenbei wurden noch einige neue Orts- und Kreisverbände anerkannt. Somit schafften wir es uns gut für die Landtagswahl zu positionieren und zusammen ein schönes Wochenende zu verbringen. Daher tat es uns dann Sonntagnachmittag auch allen Leid zu sagen: „Auf Wiedersehen bis in einem halben Jahr.“