selbst_verständlich_großartig

15.11.2003: So viel war noch nie: Über 300 junge Menschen pilgerten zum Bundeskongress der Grünen Jugend im Oktober. Spunk-Redakteurin Jule Engel berichtet aus Leipzig über den Kongress mit dem Thema Bildung

Es begann mit einem Film über das Bildungssystem in Skandinavien. Darauf folgte eine Podiumsdiskussion mit Eva-Maria Stange (der Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und Christa Goetsch (der Fraktionsvorsitzenden der GAL Hamburg). Statt "Inseln", sollte die Schule fest in dem Leben der Jugendlichen verankert sein, so Stange. Ähnlich sahen es viele der Grünen Jugend und deshalb wurde es in dem dazugehörigen Positionspapier verabschiedet, in dem auch sechs Jahre Grundschule und eine darauf folgende integrative Sekundarschule gefordert wurde. Noten soll es erst ab der achten Klasse geben.

In den Workshops tauschten wir uns über internationalen Wissensaustausch, die Rolle von GATS im Bereich der Bildung, frühkindliche Erziehung, Partizipation und Bildungsstandarts, geschlechtergetrennten Unterricht und stellten die Frage: ist Wissen gratis?

Neuer Sprecher des Bundesverbandes ist Bene Lux aus Berlin. Auf seinen bisherigen Beisitzerposten wählten die Anwesenden den Malte Spitz, bekannt als Spunk-Redakteur. Benjamin von der Ahe, ehemaligen Sprecher, unterstützen wir nun bei seiner Kandidatur ins Europaparlament. Der nächste Kongress wird noch wahlintensiver, da der Bundesvorstand auf sechs Beisitzerinnen beziehungsweise Beisitzer erweitert wurde.

Am Samstagabend besuchte uns Anna Lührmann und sprach mit uns über Generationengerechtigkeit. Viel Emotion weckte das, es wurde ein bisschen gestritten und zum Schluss auch wieder vertragen. Dass es ein heikles Thema sei, darüber waren wir uns aber alle einig. An die Grünen appellieren wir, Cross-Border-Leasing zu unterbinden und die durch die Hartz-Gesetze enstehende Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern.

Alle Beschlüsse des Kongresses: www.gruene-jugend.de/beschluesse

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