Jetzt erst recht: Atomkraft? - Nein Danke!

08.08.2006: Zu dem Störfall am 25. Juli im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark erklärt die Grüne Jugend Niedersachsen:

Im April diesen Jahres erinnerten zahlreiche Umweltorganisationen, darunter auch die GRÜNE JUGEND Niedersachsen, an den GAU der sich am 26. April 1986 in Tschernobyl, Ukraine, ereignet hat. Viele Beschwichtigungen der hiesigen Atomkraftlobby bezogen sich auf den schlechten Standard des damalig sowjetischen Atomkraftwerks. Jetzt hat sich ein Unfall in Forsmark ereignet, aufgrund dessen es beinahe zu einem erneuten GAU gekommen wäre - in Schweden. Dem schwedischen Staat, der für sein Bildungs-, Sozial-, und Wirtschaftssystem oft gelobt wird, können schwerlich unzeitgemäße Sicherheitsvorkehrungen vorgeworfen werden. Es wird nur wieder einmal deutlich, wie unsicher Atomkraft - egal in welchem Land - ist.

"Der Vorfall in Forsmark kann nicht als eine Ausnahme abgetan werden. Die Sicherheitsvorkehrungen entsprechen den schwedischen Standards. Was hätte erst in dem alten, deutlich unsichereren Atomkraftwerk Oskarshamn geschehen können?", mahnt Ann-Morla Meyer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen. "Auch die Union, FDP und Atomwirtschaft müssen endlich einsehen, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist. Es gibt keinen sicheren Betrieb von Atomkraftwerken. Ich sehe mein Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit bedroht, solange irgendwo auf der Welt auch nur ein einziges Atomkraftwerk läuft!"

Deswegen fordert die Grüne Jugend Niedersachsen eine gründliche Untersuchung der Vorfälle in Schweden und eine Überprüfung, ob dieselben Risiken in Deutschland bestehen. Langfristig kann nur die weltweite Abschaltung aller Atomkraftwerke die unlösbaren Probleme der Endlagerung und drohender Super-GAUs minimieren. Stattdessen sollten die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden, und die Effizienz bei technischen Geräten sowie Energieeinsparungen im privaten und geschäftlichen Bereich gefördert werden. Eine Welt ohne Atomkraft ist nicht nur dringend notwendig, sondern auch längst technisch machbar!