Der Castor kam und wir waren da !!!
02.12.2011: Montag Nacht, den 28. November ist der Castortransport aus dem französischen La Hague mit 126 Stunden Fahrzeit im Zwischenlager Gorleben angekommen. Noch nie zuvor wurde der Transport so in die Länge gezogen!
Zuvor haben tausende Menschen mit vielen kreativen Aktionen auf der ganzen Strecke und besonders im Wendland ihren Protest, wie auf der Großkundgebung am Samstag mit rund 23.000 Menschen, gegen Atomkraft und die Castortransporte nach Gorleben deutlich gemacht und ihren Beitrag zu dieser unglaublich langen Castorfahrt beigetragen.
Wir sind überwältigt von der Vielzahl der WiderständlerInnen und Aktionen gegen den Castor. Auch der vermeintliche Atomkonsens der schwarz-gelben Regierung konnte die Menschen nicht davon abhalten, ihren Widerstand deutlich zu machen. Zusammen mit tausenden Menschen haben wir uns am Wochenende auf die Straßen und Schienen gesetzt und ein deutliches Zeichen gegen die derzeitige Atompolitik in die Öffentlichkeit getragen.
Für uns ist klar
Solange Gorleben als Endlager nicht endgültig ausgeschlossen wird und hier durch den Schwarzbau weiter Fakten geschaffen werden, werden wir Widerstand leisten. Wir demonstrieren weiter für eine verantwortungsvolle Endlagersuche. Hier findet ihr Fotos zum diesjährigen Castor-Transport
Als Grüne Jugend waren wir mit über 40 Menschen am Wochenende in unserem Heuhotel und vielen anderen in den umliegenden Camps. Wir konnten den Castor im Wendland erfolgreich gemeinsam blockieren. Sei es auf den Schienen oder der Straße, bei Blockaden mit tausenden Menschen oder bei anderen Aktionen. Einige Grüne Jugend Mitglieder haben sich auch schon an Aktionen entlang der Castorstrecke vor dem Wendland beteiligt, wie zum Beispiel an der Südblockade.
Wir wollen uns an dieser Stelle für alle Menschen, die uns am Wochenende und danach geholfen haben, bedanken! Zusammen haben wir viel erreicht.
Leider kam es Seitens der Polizei zu massiver Repression...
Teilweise kam es aufgrund bloßer Anwesenheit im Wendland zu Kontrollen und Durchsuchungen. Das Vorgehen der PolizistInnen war in einigen Fällen keineswegs besonnen, wie es uns Niedersachsens Innenminister Schünemann und die Polizeieinsatzleitung weißmachen wollen. Die stellenweise ausufernde Gewalt mit Wasserwerfern, Schlagstöcken, Pfefferspray und Pferden und dem rechtswidrigen Vorgehen auch gegen friedliche Proteste, ist auf keine Weise zu rechtfertigen und zeigt die Überforderung angesichts des breiten Protestes gegen den Castortransport.
Trotz allem waren die Proteste gegen den Castor ungemein erfolgreich. Viele tausende Menschen haben sich nicht beirren lassen und gezeigt, dass sie nichts von der aktuellen Atompolitik halten.
Hier gehts zum Artikel Der Castor rollt... aber nicht mir uns!