Grüne Jugend Sachsen fordert bessere Vernetzung von Schulen und Ausbildungsbetrieben
18.12.2006: Landesmitgliederversammlung der Grünen Jugend in Bautzen: Leitthemen waren Ausbildung und Öffentlicher Nahverkehr. Auf der Tagesordnung standen dazu unter anderem Anträge zu den Themen Ausbildungsplatzabgabe, Nahverkehrsversorgung im ländlichen Bereich und NichtraucherInnenschutz.
In ihrem Leitantrag zum Thema Ausbildungsplatzsituation in Sachsen fordert die Grüne Jugend Sachsen die Landesregierung auf, endlich sinnvolle Lösungen für den Ausbildungsplätzemangel zu ergreifen und attestiert Maßnahmen wie dem 'Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs' von Bundesregierung und Wirtschaft ein klägliches Scheitern: „Die aktuellen Zahlen nach welchen die gesteckten Ziele von 30.000 neu geschaffenen Lehrstellen erreicht wurden sind Augenwischerei, da weggefallene Stellen nicht in der Statistik erwähnt werden“ so Hannes Merz, Sprecher der Grünen Jugend Sachsen. Um dieser Misere Herr zu werden, fordert die Grüne Jugend Sachsen eine bessere Vernetzung von Schulen und Ausbildungsbetrieben, um die SchülerInnen schon frühzeitig auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorzubereiten. Dies soll unter anderem durch mehr Praktika und verpflichtende Fortbildungen der LehrerInnen erreicht werden. Außerdem sollen Betriebe, welche sich weigern genügend junge Menschen auszubilden, eine Ausbildungsplatzabgabe zahlen müssen, welche den ausbildenden Betrieben zu Gute kommen soll.
Um die Nahverkehrsversorgung auch im ländlichen Raum sicherstellen zu können, fordert die Grüne Jugend Sachsen die Erhaltung eines Stundentaktes für das Grundnetz zwischen zentralen Orten. „Vor allem müssen auch die Randzeiten am Abend besser versorgt werden, so dass der öffentliche Nahverkehr auch wirklich eine Alternative zum Individualverkehr darstellen kann“ so Johannes Hauser, Sprecher der Grünen Jugend Sachsen. Dies muss gegebenenfalls durch die Einrichtung von Anrufbussen, Bürgerbussen und anderen alternativen Bedienkonzepten erfolgen, wenn eine Versorgung mit herkömmlichen Mitteln nicht machbar ist.
In weiteren Anträgen fordert die Grüne Jugend Sachsen die Bundesregierung, die Landesregierung und die Kommunen auf, endlich ein absolutes Rauchverbot in allen Behörden, öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln zu verhängen und endlich einen wirksamen NichtraucherInnenschutz zu gewährleisten. Weiterhin fordert die Grüne Jugend Sachsen die Einführung eines absoluten Tabakwerbeverbots, den Stopp der Subventionen für den Tabakanbau und ein ausnahmsloses Verbot des Rauchens in Gaststätten, Kneipen, Clubs und Bierzelten.