Auch im neuen Schuljahr wieder zu hohe Belastungen durch Fahrtkosten zur Schule
04.09.2007: Anlässlich des in der vergangenen Woche begonnenen neuen Schuljahres weist die Grüne Jugend Sachsen-Anhalt erneut auf das Problem der Fahrtkosten für Schüler ab der 11. Klasse hin.
In vielen Landkreisen müssen Eltern diese Kosten stemmen. "Durch Schulschließungen, insbesondere in den jetzt größeren Landkreisen, verlängern sich die Fahrtzeiten für Schüler erheblich", so Grit Michelmann, Landesvorsitzende der Grünen Jugend. "Monatliche Fahrtkosten von bis zu 100 Euro sind nicht nur für finanzschwache Familien eine enorme Belastung." Auch der Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger decke nicht annährend die Ausgaben.
Die Grüne Jugend hatte im vergangenen Schuljahr gemeinsam mit weiteren Bündnispartnern, wie Landesschülerrat und politische Jugendverbände, die Kampagne "Freie Fahrt für Bildung" initiiert. Ziel: Fahrtkosten zur Schule senken. "Dabei muss das Land Sachsen-Anhalt die Kommunen finanziell unterstützen", erklärt Michelmann. "Bildungsgerechtigkeit fängt bereits beim Zugang zur Schule, also beim Schulweg, an!"
Bisher habe sich in den Kreisen wenig getan, räumt Michelmann ein. Allein der Altkreis Aschersleben-Staßfurt hatte versprochen, das Thema im neuen Kreis einzubringen. "Jetzt sind die neuen Kreistagsabgeordneten in den Kreistagen gefragt. Sie müssen zeigen, dass sie für die Förderung junger Menschen im Land einstehen", so Grit Michelmann. Des weiteren müsse es im Land eine einheitliche Lösung zur Schülerbeförderung geben. "Hier ist die Landesregierung gefordert."
Für dieses Schuljahr ruft die Grüne Jugend Sachsen-Anhalt erneut die Schülerinnen und Schüler dazu auf, sich an der noch laufenden Kampagne zu beteiligen und ihrerseits in Schülerparlamenten und Kreisschülerräten das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.