Bildung für alle!
19.06.2009: Der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg solidarisiert sich mit dem Bildungsstreik
„Die Proteste von SchülerInnen und Studierenden, die sich in dieser Woche bundesweit im Bildungsstreik befinden, sind mehr als berechtigt. Wir teilen die Forderungen des Aufrufs „Bildungsstreik 2009“ und erklären uns solidarisch mit allen, die für eine bessere Bildung, frei von wirtschaftlichen Zwängen, von Stress und Bevormundung demonstrieren“, erklären Oliver Hildenbrand und Agnieszka Malczak, Landesvorsitzende der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg.
„Die CDU/FDP-Landesregierung verfolgt eine Bildungspolitik, die Bildung zur Ware macht. Das zeigen im Hochschulbereich Studiengebühren und die immer weiter fortschreitende Ökonomisierung von Wissenschaft. Wir wollen nicht, dass das Studium vom Geldbeutel abhängt und fordern die Abschaffung der Studiengebühren. Die verfasste Studierendenschaft, die studentische Mitbestimmung erst angemessen möglich macht, muss in Baden-Württemberg endlich wieder verankert werden. Und die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge im Zuge des Bologna-Prozesses muss kritisch überarbeitet werden, um eine Verschulung der Universitäten zu verhindern und um selbstbestimmtes Lernen zu ermöglichen“, zeigt Agnieszka Malczak Forderungen auf.
„Wir machen uns stark für eine Schule für alle. Die frühe Selektion, die jungen Menschen in keinster Weise gerecht wird, muss endlich aufhören. Stattdessen brauchen wir eine Schule, in der gemeinsam gelernt und gelebt werden kann – ohne Notendruck und ohne Sitzenbleiben. Die CDU/FDP-Landesregierung muss ihre ideologischen Scheuklappen gegenüber dem skandinavischen Erfolgsmodell endlich ablegen und das dreigliedrige Schulsystem abschaffen“, macht Oliver Hildenbrand die Forderungen im Schulbereich deutlich.
„Die Protestwoche ist ein eindrucksvoller Appell: Reißt die Blockaden in unserer Gesellschaft ein und schafft echte Chancengleichheit im Bildungssystem! - Dazu muss die Unterfinanzierung des Bildungssystems beendet werden und Reformen müssen sowohl die Strukturen als auch die Qualität von Lern- und Studienbedingungen verbessern. Es ist gut und richtig, dass SchülerInnen und Studierende dafür auf die Straße gehen“, so Malczak und Hildenbrand abschließend.
Weitere Infos finden sich im Internet unter bs.risiko09.deund auf www.gjbw.de.