Wenn sich Frauen mit HIV/Aids infizieren, ist das oft eine Macht-Frage.
01.12.2005: Anlässlich des Welt-AIDS-Tages erklären der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND und Katja Husen, frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN:
"Gerade sich prostituierende und drogenabhängige Frauen tragen ein deutlich erhöhtes Risiko, sich mit HIV zu infizieren. In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach neuen und härteren sexuellen Praktiken mit höherem Infektionsrisiko ebenso zugenommen wie die Nachfrage nach ungeschütztem Sex. Für Prostituierte bedeutet die Forderung nach "Safer Sex" häufig Umsatzeinbußen. Besonders Frauen, die der Prostitution zur Finanzierung ihres Drogenkonsums nachgehen, sind gefährdet bei Entzugserscheinungen unsicheren Sex zu akzeptieren.
Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen während der WM 2006 ist deshalb eine Aufklärungskampagne für Freier dringend geboten. Diese Männer gefährden sich und ihre Partnerinnen!
Zielgruppenspezifische Ansprache muss auch vermehrt Single-Frauen mit aktivem Sexualleben ins Blickfeld nehmen. Dabei ist wichtig, Frauen aller Alterstufen anzusprechen - auch die geschiedene Viezigjährige setzt sich mit ungeschütztem Sex einem Infektionsrisiko aus.
Die Senkung der Neuinfektionszahlen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, muss wieder in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit und politischen Handelns rücken."