GRÜNE JUGEND fordert Aufhebung der UN-Drogenabkommen

15.04.2003: Die GRÜNE JUGEND fordert anlässlich der Drogenkonferenz der Vereinten Nationen in Wien die Aufhebung der bisherigen UN-Drogenabkommen von 1961, 1971 und 1988.

"Die bisherige internationale Drogenpolitik der Abschreckung und Repression hat versagt. Diese Prohibitionsstrategie führt nur zu mehr Drogentoten und zu mehr illegalem Drogenhandel. Selbst die Androhung der Todesstrafe wie in China und den USA ist kein wirksames Mittel zur Drogenbekämpfung. Auch bestimmte Pflanzenarten auszurotten, darf kein Vertragsziel sein." So Ines Eichmüller, Bundesvorstandssprecherin der GRÜNEN JUGEND.

Deutschland muss seinen Platz einnehmen neben Staaten mit einer effektiven Drogenprävention, geringen Drogentoten und humanen Betäubungs-mittelgesetzen. Großbritannien und Kanada sind hier auf einem guten Weg. Sollte es auf der Konferenz nicht zur dringend notwendigen Überprüfung der Zielsetzung und einem Umdenken kommen, muss die deutsche Bundesregierung die Abkommen aufkündigen, damit eine humane und liberale Drogenpolitik in Deutschland umgesetzt werden kann. Doch die SPD, allen voran Innenminister Schily, weigert sich, die bisherige Drogenpolitik zu reformieren.

Die Konferenz will u.a. Halbzeitbilanz ziehen, in wieweit das Ziel "alle Mohn-, Koka- und Cannabispflanzen bis 2008 auszurotten oder deren Anbau deutlich zu reduzieren" umgesetzt wurde. "Jede Pflanze ist schon wegen ihrer genetischen Eigenheiten zu erhalten. Beispielsweise würde mit Cannabis eine medizinisch und wirtschaftlich wichtige Pflanze vernichtet werden, allein auf Grund ihrer Rauschwirkung, die schon seit Jahrtausenden von den Menschen genutzt wird." so Ines Eichmüller.

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