Drogendeals statt Drogenberatung

31.03.2004: Nach den Spekulationen um die Hintergründe des Drogenfundes der Hessischen Polizei fragt Michael Hack, Vorsitzende der Grünen Jugend Hessen (GJH):

"Gibt es im Innenministerium Schattenhaushalte und schwarze Kassen für solchen Drogeneinkäufe? Wenn ja wie hoch beläuft sich der Haushaltsansatz für Koks? Wie erklärt die Landesregierung, dass Geld für solche Geschäfte da ist, für die Unterstützung von sozialen Projekten, unter anderem Drogenberatung, aber nicht?" Nach Informationen der ARD hatte die hessische Polizei den spektakulären Drogendeal mit 1,2 Tonnen Kokain selbst eingefädelt. Die Grüne Jugend Hessen fordert nun die umgehende Aufklärung des Sachverhaltes, insbesondere die Frage, womit die Drogen bezahlt wurden.

Hessische Steuergelder nun bei der Drogenmafia?

Wichtig ist dem Grünen Nachwuchs zudem die Klärung, wo das verwendete Geld jetzt liegt: Hack: "Der Drogenboss, den man eigentlich mit der Aktion fassen wollte, ist anscheinend entwischt." Es stelle sich die Frage, wo das Geld, mit dem das Kokain gekauft wurde, nun ist: "Wurde mit Hessischen Steuergeldern etwa die Kokainmafia unterstützt?"

Die Grüne Jugend stellt zudem die Frage, wie man die Aussagen des Innenministers zum Drogenfund verstehen müsse. Hack: "Entweder wusste Minister Bouffier nicht, dass der Drogenfund von seiner Polizei selbst inszeniert wurde oder das Ganze war eine teure Wahlkampfnummer. Beides ist ein Anlass für Ministerpräsident Koch, den Minister umgehend zu entlassen!"

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