Bundesregierung muss den Kampf gegen AIDS vor Ort und weltweit forcieren

01.12.2007: Anlässlich des heute stattfindenden 20. Welt- AIDS-Tages erklärt der GRÜNE JUGEND Bundesvorstand:

"Seit 1988 gedenken wir an jedem 1. Dezember den Opfern der Immunschwächekrankheit AIDS. Dass der Kampf gegen AIDS auch heute noch weitergehen und intensiviert werden muss, bestätigen die aktuellen Daten des Robert-Koch Institutes. Vor allem die Staaten Afrikas und Südamerikas leiden unter dieser Krankheit. Armut bekämpfen heißt daher auch AIDS bekämpfen! Täglich werden 1100 mit dem HI-Virus infizierte Kinder geboren. Grund sind eine mangelnde Gesundheitsinfrastruktur, teure Medikamente, stringente Patentrechte sowie fehlende Bildung weltweit. Diesen fatalen Dreiklang gilt es zu durchbrechen! Hier ist die Bundesregierung gefordert, insbesondere bei der Öffnung starrer Patentrichtlinien zu Gunsten einer wirksamen AIDS-Bekämpfung in den Entwicklungsländern.

Doch auch in Europa und Deutschland steigt die Zahl der AIDS-Kranken. Dieses Jahr infizierten sich fünf Prozent mehr Menschen als noch im Vorjahr. Gerade auch DrogenkonsumentInnen sind immer stärker vom HI-Virus betroffen. Programme zur Förderung 'sauberen' Drogenkonsums sind nicht etwa gescheiterte Experimente, sie sind nützliche Instrumente um Menschen vor AIDS zu schützen. Wir brauchen die weitere Förderung von Projekten, die DrogenkonsumentInnen mit sauberem Spritzbesteck versorgen. Nach Ansicht der GRÜNE JUGEND muss insgesamt mehr Geld in Aufklärung investiert, ein undogmatischer Umgang der Gesellschaft mit dem Thema AIDS gefördert und eine Stigmatisierung der Erkrankten verhindert werden. Nicht bloß am 1. Dezember, sondern das ganze Jahr über!"