Prävention statt Repression, Herr Koch!

06.12.2005: Die Grüne Jugend Hessen kritisiert die rigide Drogenpolitik der Landesregierung. Die Landesvorsitzende Nicole Maisch fordert eine Legalisierung weicher Drogen.

"Die Drogenpolitik der hessischen Landesregierung führt in die falsche Richtung", erklärt Nicole Maisch, Landesvorsitzende der Grünen Jugend Hessen. "Während immense Summen in die Verfolgung von Drogendelikten gesteckt werden, spart die Landesregierung die Suchtprävention kaputt. Die Ausgaben für Suchtprävention befinden sich mit gut 550 000 Euro auf einem historischen Tiefstand für Hessen."

Bei einer Erhebung des hessischen Sozialministeriums gaben über 80 Prozent der 15- bis 16-jährigen Jugendlichen an, in den letzen 30 Tagen Alkohol konsumiert zu haben. 15 Prozent der Jugendlichen konsumieren auch illegale Drogen, meist Cannabisprodukte.

Angesichts dieser alarmierenden Zahlen sind die Kürzungen im Bereich der Drogenprävention verantwortungslos. Die von der CDU verfolgte repressive Drogenpolitik, die Konsumentinnen und Konsumenten kriminalisiert statt auf präventive Maßnahmen zu setzen nützt niemandem, am wenigsten Kindern und Jugendlichen. Die Grüne Jugend Hessen fordert seit langem die Legalisierung weicher Drogen und deren Abgabe durch stattlich kontrollierte Stellen. Gleichzeitig fordert der Jugendverband von Bündnis 90/Die Grünen Hessen eine vermehrte Anstrengung der Landesregierung im Bereich der Suchtprävention und der Hilfe für Drogengebraucherinnen und Dorgengebrauchern. "Es gilt vor allem Kinder und Jugendliche aufzuklären und zu stärken, bevor sie in Abhängigkeit geraten. Dort wäre das Geld, das die Landesregierung für die Verfolgung von Konsumenten heraus wirft, sinnvoller angelegt."

Siehe auch

Beschluss Drogenfachgeschäfte des Bundeskongresses im Herbst 2005 in Koblenz