Deutsche Kolonialverbrechen endlich aufarbeiten!
26.02.2010: Zum 125. Jahrestag der Berliner Afrika-Konferenz erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:
„Heute vor 125 Jahren wurde die Abschluss-Akte der Berliner Afrika-Konferenz verabschiedet. Die europäischen Großmächte haben damit unter maßgeblicher Beteiligung Deutschlands Afrika am Reißbrett untereinander aufgeteilt. Dies war der Startschuss für eine expansive deutsche Kolonialpolitik, deren Verbrechen bis heute nicht aufgearbeitet wurden. Durch die Niederlage im Ersten Weltkrieg wurde Deutschland gezwungen seine Kolonien aufzugeben. Nur deshalb wird Deutschland als Kolonialmacht ausgeblendet und die Schuld anderen europäischen Mächten zugeschoben.
Die GRÜNE JUGEND fordert eine grundlegende Aufarbeitung dieses Kapitels deutscher Geschichte und die politische Anerkennung kolonialer Verbrechen. Eine andere Erinnerungskultur ist nötig, die nicht weiße Helden, Forscher und Entdecker glorifiziert, sondern die Perspektive der Opfer einnimmt. Dazu gehört auch ein Bewusstsein für die langfristigen Probleme, die durch deutsche Kolonialverwaltung, Grenzziehung und Rassismen erst entstanden sind. Die Bundesregierung muss nach über 90 Jahren endlich Verantwortung für die Völkermorde an den Herero und Nama übernehmen und ein ernsthafte Wiedergutmachung einleiten.“
Bei Rückfragen:
GRÜNE JUGEND Bundesgeschäftsstelle – 030 / 275 940 95