Ein Hauch Klimaschutz – mehr nicht
11.12.2011: Zum Augang der verlängerten Verhandlungen auf der Weltklimakonferenz in Durban erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:
Wenn das Ziel, die globale Erwärmung auf 2° zu begrenzen, noch erreicht werden soll, ist sehr bald ein wirksames, verbindliches Klimaabkommen nötig und sehr bald heißt nicht, dass es 2020 in Kraft tritt. Das Kyoto Protokoll aus dem jetzt auch noch Japan und Kanada ausgestiegen sind, ist zwar besser als gar nichts, aber es ist alles andere als eine wirksames Klimaabkommen.
Ein Klimaabkommen allein macht noch keinen Klimaschutz. Klimaschutz ist eine konkrete politische Aufgabe. Die Liste der Dinge, die zu tun ist, ist lang und seit langem bekannt: Weniger Autos, weniger Straßen, weniger Flüge, weniger Fleisch. Erneuerbare Energien, langlebige Produkte, regionale Wirtschaftkreisläufe. Wenn Röttgen zurück in Berlin ist, muss er handeln.
Wir fragen die Bundesregierung: Wie soll das Ausstoß von CO2 sinken, wenn es euch nicht eimal gelingt, ein Tempolimit auf Autobahnen einzuführen? Wie soll er sinken, wenn neue Kohlekraftwerke gebaut werden? Wie wollt ihr Klimaschutz vereinbaren mit einer Landwirtschaft, die auf Fleischexporte setzt?
Diese Politik zerstört die Lebensgestaltungsmöglichkeiten der kommenden Generationen und der Menschen in ärmeren Ländern. Sie ist nicht länger legitim, unabhängig davon, ob es ein rechtlich verbindliches internationales Klimaabkommen gibt oder nicht.