Fairsharing-Netzwerk übergibt rund 10.000 Unterschriften
08.11.2006: Das Fairsharing-Netzwerk wird neben der GRÜNEN JUGEND getragen von Attac, FoeBuD e.V. und dem Netzwerk freies Wissen.
Anläßlich der heutigen Anhörung im Rechtsausschuss zum neuen Urheberrecht hat die Fairsharing-Kampagne die rund 10.000 Unterschriften für das Ende der Kriminalisierung von Filesharing übergeben. Stellvertretend für ihre Fraktionen wurden die Unterschriften Günter Krings, CDU, Klaus-Uwe Benneter, SPD, Sabine Leutheuser-Schnarrenberger, F.D.P. und Jerzy Montag, B90/Grüne übergeben.
Malte Spitz, Vertreter der GRÜNEN JUGEND im Fairsharing-Netzwerk erklärte anläßlich der Übergabe: "Die eigentlich spannende Debatte wird im Rechtsausschuss nicht geführt: Wie die Kreativen gerecht vergütet werden können, ohne Millionen von TauschbörsennutzerInnen zu kriminalisieren." Das Fairsharing-Netzwerk vertritt das Konzept einer Kulturflatrate, bei der Rechteinhaber für die Downloads aus dem Netz vergütet werden sollen.
Zusammen mit Campact und dem Verbraucherzentrale Bundesverband betreibt das Fairsharing-Netzwerk die Kampagne "Wir haben privat kopiert", wo sich bisher tausende Internet-NutzerInnen symbolisch selber in ein Online-Gefängnis eingeliefert haben: www.wir-haben-privat-kopiert.de/
"Die Politik ist gerade dabei, die Chancen des 21. Jahrhunderts mit ihrem Kurs der massiven Kriminalisierung zu zerstören", sagte Oliver Moldenhauer vom Netzwerk freies Wissen. "Auf Dauer werden sich das 10 Millionen Tauschbörsen-NutzerInnen in Deutschland nicht gefallen lassen."
Weitere Informationen:
- www.fairsharing.de (inkl. Liste der 9646 Unterschriften)
- www.wir-haben-privat-kopiert.de