Filmindustrie widerlegt sich selbst
27.10.2004: Die GRÜNE JUGEND lehnt die von der Filmwirtschaft anlässlich der Vorstellung der Brennerstudie erhobene Forderung nach einer Verschärfung des UrheberInnenrechts ab.
"Das Nutzen von Filesharing-Netzen ist zu einem festen Bestandteil nicht nur moderner Jugendkultur geworden. Wir werden nicht zulassen, dass die Mehrzahl der Jugendlichen wegen Panikmache einer Filmindustrie kriminalisiert wird", so Stephan Schilling, Sprecher der GRÜNEN JUGEND. "Dies ist auch gar nicht nötig. Die BesucherInnenzahlen der Kinos sind bisher in 2004 um 12,53% gestiegen. Damit hat die Filmindustrie ihre alte Argumentation "Filesharing gleich BesucherInnenrückgang" selbst wiederlegt."
Statt ständig über den Download von Filmen zu jammern, sollte sich die Filmindustrie lieber darum bemühen, mit mehr kulturellem Pluralismus attraktiver zu werden. Die BesucherInnenzahl ließen sich sicherlich noch weiter steigen, wenn man nicht gezwungen würde, zum zehnten Mal Geld für einen 08/15-Hollywoodfilm auszugeben."
Die GRÜNE JUGEND erneuert ihren Vorschlag, mit einer Online-Pauschalvergütung einen fairen Ausgleich zwischen UrheberInnen und VerbraucherInnen zu erzielen. Darüber hinaus begrüßt die GRÜNE JUGEND die Erfolge, die gegen gewerbliche RaubkopiererInnen erreicht wurden. Hier ist der Weg einer konsequenten Strafverfolgung richtig."