Freie Software für freie Menschen
13.11.2009: Warum Open Source gut und richtig ist
Habt ihr schon einmal von Freier Software (bzw. Open-Source) gehört? Ein paar prominente Beispiele sind das Betriebssystem GNU/Linux, der Browser Firefox und OpenOffice.org. OpenOffice.org ist ein Büropaket u.a. mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und einem Präsentationsprogramm (das übrigens auch Microsoft-Powerpoint- und PDF-Dateien erstellen kann). Worin zeichnet sich diese Freiheit aus? Im Gegensatz zu proprietärer Software (z.B. Microsoft Windows) wird diese nicht von einem einzelnen Unternehmen entwickelt und als dessen Geschäftsgeheimnis angesehen. Stattdessen hat jedeR mit entsprechenden Fähigkeiten die Möglichkeit, daran mitzuarbeiten - übrigens nicht nur ProgrammiererInnen, sondern auch ÜbersetzerInnen, TextautorInnen und GestalterInnen.
Um die Mitarbeit zu ermöglichen, wird der gesamte Quelltext, also quasi der Bauplan der Software, veröffentlicht. So wurde z.B. die Entwicklung von Linux von einem einzelnen Studenten gestartet, inzwischen gibt es EntwicklerInnen in aller Welt, die an dessen Entwicklung zusammen arbeiten. Einige machen dies weiterhin in ihrer Freizeit, es gibt auch Unternehmen, die mit Dienstleistungen rund um freie Software Geld verdienen und auch Leute für die Mitarbeit an freier Software bezahlen.
Für die NutzerIn hat das viele Vorteile: Ihr müsst keine Angst haben, dass die Software auf eurem Computer unerwünschte Funktionen ausführt, wie z.B. einige Audio-CDs von Sony, die auf eurem Computer eine Art Virus installieren, damit ihr diese CDs nicht mehr kopieren könnt. Auch müsst ihr nicht befürchten, wegen der Weitergabe eurer Software an FreundInnen rechtlich verfolgt zu werden. Im Gegenteil: freie Software darf vollkommen legal weiterverteilt werden. Auch die Nachhaltigkeit spricht für Freie Software: Einerseits ist durch den offengelegten Quelltext sichergestellt, dass es auch mit zukünftigen Softwaregenerationen möglich bleibt, auch vor Jahrzehnten erstelle Dateien noch zu lesen, andererseits können ältere, langsamere Computer, für die es längst keine aktuelle proprietäre Software mehr gibt, dank freier Software weiterhin sinnvoll eingesetzt werden.
Neugierig geworden? Dann schaut euch mal die unten stehende Linkliste an. Linux könnt ihr übrigens auch ausprobieren, ohne es auf eurem Computer zu installieren, Live-CDs/DVDs wie Knoppix oder Ubuntu müsst ihr einfach nur in euer DVD-Laufwerk einlegen und könnt euch Linux mit diversen installierten Programmen ansehen.
Benedikt Wildenhain