GRÜNE JUGEND gegen Lichtverschmutzung!

18.05.2007: Beschluss der GRÜNEN JUGEND auf dem 28. Bundeskongress in Halle.

Die GRÜNE JUGEND erkennt unnötige und ungezielt in die Welt hinaus strahlende Beleuchtung als ein Problem, das dringend Beachtung finden muß.

Lichtverschmutzung stellt nicht nur eine Geld-, sondern vor allen Dingen auch eine Energieverschwendung dar; sie schädigt Vögel, Insekten und andere Stadttiere und verhindert den Zugang der Menschen zu Dunkelheit und zum Sternenhimmel.

Wir sehen die Kommunen in der Pflicht, hier einzugreifen, denn sie sind es, die von Sparmaßnahmen profitieren können und es sind diese, die Aktionspläne gegen Lichtverschmutzung in Zusammenarbeit mit den Menschen und insbesondere den Gewerbetreibenden vor Ort entwerfen können.

Bei diesen Aktionsplänen muss jedoch auch auf die Kinder- und Genderverträglichkeit geachtet werden. Gerade für Kinder und Frauen werden schlecht ausgeleuchtete Wege und Flächen aufgrund der Gefahren, die in diesen dunklen Arealen lauern könnten, zu AngstRäumen. Sie meiden diese Angsträume und nehmen Umwege in Kauf. Für die GRÜNE JUGEND hört die Eindämmung von Lichtverschmutzung dort auf, wo Angsträume entstehen können.

Wir fordern:

  • Keine nächtliche Beleuchtung von geschlossenen Geschäften!
  • Keine nächtliche Beleuchtung von sonstigen Bauwerken (Kirchen, Rathäuser etc.) nach 1 Uhr!
  • Keine Leuchtreklame an geschlossenen Geschäften!
  • Effiziente Straßenbeleuchtung: Die Kommunen müssen Straßenbeleuchtung so planen, daß nicht durch ungewollte Beleuchtung Energie und Geld verschwendet und der Nachthimmel aufgehellt wird.
  • Genehmigungspflicht und eine Abgabe auf Skybeamer.

Wir werden durch das Engagement unserer Ortsverbände darauf hinwirken, die Lichtverschmutzung einzudämmen.