Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist logische Folge unseres Lebensstils!
20.06.2010: Zwei Monate später, viele Tonnen Öl mehr, eine Lebensgrundlage weniger
Im Golf von Mexiko sprudelt innerhalb weniger Tage so viel Öl in den Atlantik, wie der verünglückte Tanker Exxon Valdez insgesamt in den Meeren verloren hat. Bis jetzt sind alle Versuche, das Leck zu schließen fehlgeschlagen und bis Mitte August sind auch keine großen Fortschritte in Sicht.
Diese Katastrophe ist Ausdruck einer fehlgeleiteten Politik, die nicht in der Lage war, die nötigen Sicherheitsstandards gegen die mächtigen Ölkonzerne durchzusetzen. Aber noch viel mehr ist das Unglück Ausdruck einer fehlgeleiteten Wirtschaft- und Lebensweise, die auf Öl basiert und immer noch mehr davon braucht. Die Folgen werden jetzt auf dramatische Weise sichtbar. Ein wertvolles Ökosystem wird nachhaltig geschädigt sein, mit dem eine Vielzahl von Existenzen verbunden waren. Diese Ölkatastrophe wird nicht nur erhebliche ökologische, sondern auch eine Vielzahl sozialer Probleme verursachen. Ganz abgesehen von den großen Einbußen in der Nahrungsmittelproduktion.
Die Grüne Jugend fordert, endlich ersthaft Alternativen zu fossilen Rohstoffen in Erwägung zu ziehen. Diese Geschehnisse sollten uns auf Offshore-Ölförderung und ihre imensen Risiken aufmerksam machen. Auch in der Nordsee gibt es solche Bohrinseln. Es ist höchste Zeit zu handeln, damit solche Ereignisse endlich der Geschichte angehören. Weiter zu verharren würde bedeuten, weitere solcher Katastrophen in Kauf zu nehmen. Die Folgen für die Umwelt wären verheerend.