Dreckschleuder NRW

28.11.2005: Das rheinisches Braunkohlerevier ist die größte Kohlendioxidquelle Europas - die Grüne Jugend NRW fordert ein Umdenken in der Energiepolitik.

Laut einer Studie des Freiburger Öko-Instituts wird nirgendwo in Europa soviel CO2 in die Luft geblasen wie im rheinischen Braunkohlerevier. Allein die vier großen Kraftwerke Niederaußem, Frimmersdorf, Neurath und Weisweiler in der Nähe von Garzweiler produzieren 85 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

"Gerade jetzt, während der Klimakonferenz in Montreal, wollen wir auf die klimapolitische Problemzone Nordrhein-Westfalen aufmerksam machen", sagt Katharina Dröge, Landesvorstandssprecherin der Grünen Jugend NRW. Deutschland habe die propagierte Energiewende noch lange nicht geschafft, so Dröge. "Im Gegenteil: wenn demnächst in Neurath noch ein weiteres Kohlekraftwerk gebaut wird, rücken die deutschen Klimaschutzziele in unerreichbare Ferne. Deutschland muss konsequent auf erneuerbare Energien setzen", so Dröge. Neue Kohlekraftwerke zu bauen sei dagegen der völlig falsche Weg.

Darüber hinaus kritisiert die Grüne Jugend NRW die kostenlose Vergabe von CO2-Emissionszertifikaten an Energieunternehmen. "Diese Zertifikate sollten stattdessen versteigert werden", fordert Dröge, nur dann würden die Unternehmen von selbst ihre Emissionen senken. Die kostenlose Vergabe von Zertifikaten ist nach Ansicht der Grünen Jugend NRW nichts weiter als eine verkappte und unnötige Subvention.

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