Mitmenschlichkeit anstelle von Rassismus!

25.05.2007: Am 26. Mai ist der Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus. Die Grüne Jugend Oberfranken fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, Rassismus immer als solchen zu benennen und somit Zivilcourage zu zeigen.

"Wir lehnen Rassismus in jeder Form ab. Offene Hetze gegen Ausländerinnen und Ausländer gibt es leider noch immer. Wenn so etwas passiert, dann schauen oft einige Leute nicht hin. Hier wäre aber beherztes Eingreifen angebracht. Rassistisches Denken wird aber auch unterschwellig in vermeintlichen Witzen transportiert. Hier heißt es ebenso: Rassismus benennen und die Witzbolde zur Rede stellen", fordert Anna-Lena Memmel, Sprecherin der Grünen Jugend Oberfranken, anlässlich des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus.

Das Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wurde von der GRÜNEN JUGEND im September 2006 in eine Broschüre umgesetzt. Seit 1990 hat die Amadeu Antonio Stiftung 136 rassistische und rechtsextreme Morde dokumentiert. Die rechtsextremen Gewaltdelikte steigen Jahr für Jahr, dies belegt auch der jüngst vorgestellte Verfassungsbericht 2006, demnach ist bei Gewaltdelikten von rechtsextremer Seite ein Zuwachs von 9,3 Prozent zu verzeichnen. Der Grüne Jugend Oberfranken ist bei vielen Nazi-Gegenveranstaltungen vor Ort, um mit kreativen Aktionen Flagge gegen rassistische Meinungen und menschenverachtendes Gedankengut zu zeigen. "Wir setzen uns aktiv für Demokratie, kulturelle Vielfalt und Gleichberechtigung aller Menschen ein. Rassismus und Gewalt dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz bekommen, deshalb sind wir immer wieder gegen Nazis aktiv. Es ist geradezu zynisch, dass am Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus in Oberfranken ein Rechtsrock-Konzert stattfinden sollte. Wir sorgen uns vor allem um die jüngeren Menschen, die mit Schulhof-CD und dumpfen Parolen gelockt werden sollen. Wir wollen Mitmenschlichkeit anstelle von Rassismus und dazu können alle ein Stück beitragen", appelliert Stephan Clemens, Sprecher der GJ Oberfranken, eindringlich.