Tag des Gedenkens
09.11.2009: Die GRÜNE JUGEND wird sich auch weiterhin stark machen im Kampf gegen Rechtsextremismus, Faschismus und Antisemitismus.
Zum heutigen 9. November erklärt Max Löffler, Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND: "Die antisemitischen und rassistischen Schmierereien an der Neuen Synagoge in Dresden sind beängstigend und beschämend. Sie zeigen, wie schlecht es um eine aktive Erinnerungskultur und den aktiven Kampf gegen Rechtsextremismus in Deutschland aktuell steht."
Gesine Agena, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND, ergänzt: "Der 9. November muss für alle Menschen in Deutschland umso mehr ein Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome im Jahr 1938 sein. Es liegt in der Verantwortung der Jugend, dass die Erinnerung an die Shoah niemals in Vergessenheit gerät, auch wenn es in einigen Jahren keine Zeitzeugen mehr geben wird."
Am 9. November 1938 wurden in Deutschland über 7.000 jüdische Geschäfte zerstört, 1.400 Synagogen in Brand gesetzt und über 400 Menschen ermordet. Dabei waren die Ausschreitung längst nicht auf die Mitglieder der NSDAP beschränkt. Auch heute noch ist der Antisemitismus in Deutschland stark verbreitet. Rund 17 % der Deutschen stimmten laut der Heitmeyer-Studie von 2007 der These zu, dass Jüdinnen und Juden eine Mitschuld an ihrer Verfolgung tragen.