Studiengebühren schaden unserem Land!

26.02.2004: Zur Forderung der Jungen Union Mecklenburg-Vorpommern nach nachgelagerten Studiengebühren erklärt die GRÜNE JUGEND M-V:

"Studiengebühren, auch verdeckte hinter dem Titel 'Bildungsgutscheine', machen den Standort M-V unanttraktiv und beschleunigen die Abwanderung junger Menschen aus dem Land", so Franz Zobel, Sprecher der GRÜNEN JUGEND M-V. "Gebühren würden die Studierendenzahlen noch weiter sinken lassen. Schon jetzt hat Deutschland laut OECD viel zu wenige Studierende. Auch Mecklenburg-Vorpommern braucht für Innovation mehr HochschulabsolventInnen.", so Zobel weiter.

"Es darf nicht der Geldbeutel darüber entscheiden, ob man ein Studium beginnt - die Chancengleichheit muss gewahrt werden, um einen gesellschaftlichen Fortschritt zu gewährleisten. Deshalb lehnen wir Studiengebühren in jeder Form strikt ab.", ergänzt René Gögge, Mitglied des Landesvorstandes. "Wahr ist allerdings, dass die Hochschulen im Lande katastrophal ausgestattet sind und dass sich dies auch deutlich auf die Studiendauer auswirkt. Abhilfe muss aber nicht durch das Bezahlstudium, sondern durch mehr staatliche Investitionen und durch einen Fond, in den die Wirtschaft einzahlt, geschaffen werden. Vorhanden ist das Geld jedenfalls - es wird ja auch genug davon in Militär, Eigenheimzulage und Straßenbau gesteckt. Da muss die Zukunft des Landes vorgehen!", ergänzt Gögge.

Die GRÜNE JUGEND M-V unterstützt die bundesweiten Studierendenproteste und hofft auf starken Gegenwind für die GebührenfreundInnen, wenn es in diesem Jahr um Sparmaßnahmen in der Bildungspolitik geht.

An die Adresse der Jungen Union M-V erklärt Franz Zobel: "Hier sieht man, dass eine schwarz-grüne Koalition weiterhin nur Phantasie bleiben wird. Die Vorschläge der Jungen Union bringen uns nicht mehr AkademikerInnen, die Mecklenburg Vorpommern aber dringend braucht. Die JU will lieber eine Zweiklassenbildung."