Gute Bildung für unsere Zukunft!
16.04.2004: Gute Bildung kostet Geld, doch schlechte Bildung kostet uns unsere Zukunft. Die GRÜNE JUGEND steht für eine Gesellschaft, in der Investitionen in Bildung als selbstverständliche Investitionen in die Zukunft angesehen werden.
Bildung und Forschung sind die entscheidenden Grundlagen für den Zugang zur Wissensgesellschaft und die aktive gesellschaftliche, politische und ökonomische Teilhabe jedes einzelnen Menschen. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen individuellen Interessen und Fähigkeiten.
Die GRÜNE JUGEND fordert:
- die Abschaffung der ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) und fordert stattdessen individuelle Aufnahmeprüfungen der Hochschulen
- bessere und einfachere Zugangsvoraussetzungen für Hochschulen
- einheitliche Qualitätsstandards und eine bundesweite Gewährleistung der Zugangsgerechtigkeit
- eine klare Ablehnung jeglicher Form von Studiengebühren wie beispielsweise Studienkontenmodelle, nachgelagerte Studiengebühren, Bildungsgutscheine, in keinem Verhältnis zum Verwaltungsaufwand stehende Rückmeldegebühren oder Gebühren für Langzeitstudierende
- eine stärkere Orientierung der Studienplätze am tatsächlichen Bedarf
- den Ausbau beruflicher, psychologischer und fächerspezifischen Beratung an den Hochschulen
- ein Studium, das stärker als bisher praxis-orientiert und interdisziplinär ausgerichtet ist
- eine Hochschule als Ort des lebenslangen Lernens und begrüßt daher Konzepte wie "Kinderuni" und "Seniorenuni"
- den Ausbau der Frauenförderung von jungen WissenschaftlerInnen
- die Verbesserung der demokratischen Teilhabe und Mitbestimmung durch eine drittelparitätische Besetzung aller Hochschulgremien mit Studierenden, ProfessorInnen und MitarbeiterInnen
- mehr Selbstverantwortung und Autonomie der einzelnen Hochschulen bei Finanzen, Personal, Struktur und Profilbildung
- einen weltweiten Dachverband für den Austausch von SchülerInnen und StudentInnen
- ein konstruktives und kritisches Begleiten des Bologna-Prozesses, der nicht hinter den verschlossenen Türen von KMK (Kultusministerkonferenz), BMBF (Bundesministerium für Bildung und Kultur) und HRK (Hochschulrektorenkonferenz) beschlossen werden darf
Bildung ist keine Ware!
Einer Kommerzialisierung von Bildung stehen wir kritisch gegenüber und lehnen deshalb weitere Liberalisierungsverpflichtungen im Rahmen der WTO/GATS-Verhandlungen ab. Der Zugang zu Bildung würde damit für sozial Benachteiligte erheblich erschwert.
Weitere Infos:
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