Studienkonten sichern nicht das gebührenfreie Erststudium!

10.05.2004: GRÜNE Jugend NRW empfiehlt Logik-Seminare für PolitikerInnen. Am Wochenende hat der Länderrat von Bündnis 90 / Die GRÜNEN beschlossen, in Zukunft Kontenmodelle und Bildungsgutscheine für die Hochschulfinanzierung nicht mehr ausschließen zu wollen.

Dazu erklärt Julia Seeliger aus dem Landesvorstand der GRÜNEN Jugend NRW:

"Gebetsmühlenartig wiederholen PolitikerInnen besonders aus unserem Landesverband, dass das Studienkontenmodell das gebührenfreie Erststudium sichere. Am Wochenende hat sich der Länderrat von Bündnis 90 / Die GRÜNEN dieser Behauptung angeschlossen.

Die Bundespartei hat beschlossen: Bündnis 90 / Die GRÜNEN schließen Langzeitstudiengebühren - versteckt in Studienkontenmodellen oder mit "Bildungsgutscheinen" - nicht länger aus. Das bedeutet eine Zäsur in GRÜNER Bildungspolitik.

Mit ihrem Vorschlag zur Bildungsfinanzierung - so die Partei - wolle sie das gebührenfreie Erststudium sichern.

Dass dieses Anliegen nichts als Augenwischerei, ja eine satte Lüge ist, wird in jedem Einzellfall deutlich. In unserem Bundesland wurden zu Beginn dieses Semesters 130.000 Studierende zur Kasse gebeten. Das sind mehr als 25 Prozent aller Studierenden in NRW. Und die 650 Euro, die ein jeder dieser Betroffenen zahlen muss, diese 650 Euro sind nichts anderes als Gebühren.

Wir empfehlen allen PolitikerInnen, die weiterhin behaupten, das Studienkontenmodell sichere das gebührenfreie Erststudium, die Module "Logik für PoltikerInnen" und "Vertrauen in der Bevölkerung sichern durch ehrliche Politik". Wahlweise kann auch gewählt werden "Lügen haben kurze Beine - Beispiele aus Politik und Literatur" und "Politikverdrossenheit in der Bevölkerung".

Zu befürchten ist jedoch, dass die Studienkonten der meisten BerufspolitikerInnen auf Grund eines allzu langen Studiums leer sind."

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