Gegen die Vermarktung von Bildung! GRÜNE JUGEND Sachsen fordert klare Entscheidung gegen Studiengebühren

06.05.2004: Anlässlich des Länderrates von Bündnis 90/Die Grünen am kommenden Samstag in Berlin haben sich erneut Spitzengrüne für die Einführung von Studiengebühren ausgesprochen. Dazu erklärt der Landesvorstand der Grüne Jugend Sachsen:

Unsere Gesellschaft steht vor einer Spaltung. Einer Spaltung in die, die sich ein Studium leisten können, und in die, denen ein schmaler Geldbeutel den Zugang zur Hochschule verwehrt. Stets wird behauptet, dass Studiengebühren sinnvoll seien, da sie die Studienbedingungen verbessern würden. Gängige Beispiele aus der Praxis zeigen, dass die Gelder vielmehr zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet werden.

Dazu sagt Jan Schilling (Sprecher der Grüne Jugend Sachsen): "Die Revolution frisst ihre Kinder. Immer öfter fordern Alt-68er-PolitikerInnen, die ihr Studium zum Nulltarif abschließen konnten, Studiengebühren. Viele von ihnen, die früher vehement gegen Gebühren gekämpft haben, haben ihre Meinung nach dem Abschluss des Studiums schnell geändert. Das ist verlogen! Aus dem Abgeordnetensessel lässt sich leicht über die vermeintlich faulen Studenten, die sich an ihrer Ausbildung beteiligen sollen, urteilen."

Die Grüne Jugend Sachsen fordert die Delegierten des Länderrates am kommenden Samstag auf, ein klares Zeichen gegen die Einführung von Gebühren im Erststudium zu setzen, wie dies im sächsischen Landtagswahlprogramm schon feststeht. Der Leitantrag des Bundesvorstandes ist in diesem Punkt nicht klar genug und hält die Möglichkeit von nachgelagerten Gebühren offen.

Wir fordern, dass gerade die Grünen sich auch in Zukunft gegen jegliche Vermarktung von Bildung einsetzen!

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