Felix Banaszak
Beisitzer im Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND
Mein ganz persönlicher Urschrei ertönte im Oktober 1989 in Duisburg - einer Ruhrgebietsstadt, in der entgegen dem gängigen Vorurteil die Luft nicht schwarz ist und die Menschen meist sehr direkt äußern, wenn ihnen etwas nicht passt. Hier bin ich aufgewachsen und dann zwei Tage nach meiner letzten Abiturprüfung nach Berlin gezogen. Weil die Stadt so vielfältig ist, ziehe ich immer mal wieder um, habe mein Herz aber vor eineinhalb Jahren an Neukölln verloren (auch wenn mir eine Affaire mit Kreuzberg nachgesagt wird). Wenn ich nicht gerade auf einer Sitzung oder Aktion der GRÜNEN JUGEND bin, reise, lese oder Kaffee trinke, studiere ich Sozial- und Kulturanthropologie und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und lerne Türkisch und Arabisch.
Ich will verstehen, was in dieser Welt passiert. Und ich will sie ändern, weil ich nicht akzeptieren kann, dass eine kleine, priveligierte Minderheit über die übergroße Mehrheit herrscht, dass Frauen, Migrant_innen, Nicht-Heterosexuelle - kurz: Menschen, die in irgendeiner Form von einer irgendwie definierten Norm abweichen - täglich mit Diskriminierung und Gewalt konfrontiert sind, sei die körperlich oder verbal. Weil es nicht sein kann, dass die Banken mit Milliarden gerettet werden und im Mittelmeer Flüchtlinge ertrinken.
Zur GRÜNEN JUGEND bin ich - nach Zwischenstationen bei amnesty international und attac - kurz vor der Bundestagswahl 2009 gekommen. Weil die GRÜNE JUGEND nicht nur als politische Organisation toll ist, sondern auch ein Haufen spannender, lieber Menschen, habe ich mich direkt wohl gefühlt. Nach einem halben Jahr wurde ich im April 2010 als Beisitzer in den Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Berlin gewählt und bin seit Oktober 2011 Beisitzer im Bundesvorstand. Meine Schwerpunkte sind Migrations- und Asylpolitik, (Anti-)Rassismus, Gender/(Queer)Feminismus und zunehmend auch Sozialpolitik, insbesondere das Bedingungslose Grundeinkommen.