Wahlkampfthemen Grüne Jugend Sachsen Anhalt zur Landtagswahl 2011
GRÜNE JUGEND ZIEHT IN DEN LANDTAG EIN!
Zum Wahlergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erklärt Vinzent Vogt, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Sachsen-Anhalt:
"Wir freuen uns sehr, dass unsere GRÜNE JUGEND Spitzenkandidatin Franziska Latta heute in den Landtag eingezogen ist. Bündnis 90/Die Grünen sind nun endlich nach 13 Jahren wieder im Landtag vertreten. Die Verdoppelung des Grünen Wahlergebnisses und damit das beste Ergebnis von Grünen im Osten überhaupt zeigt, dass sich unser engagierter Wahlkampf gelohnt hat und dass unsere grünen Themen von entscheidender Bedeutung sind.
Jetzt kämpfen wir im Landtag für längeres gemeinsames Lernen, erneuerbare Energien, bessere Hochschulen und ein toleranteres Sachsen-Anhalt."
Emily Büning, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bundesverband ergänzt:
"Immer mehr Menschen erkennen zur Zeit, dass nur mit starken Grünen in den Parlamenten eine bedeutende Stimme für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit vertreten ist. Die Arbeit der GRÜNEN JUGEND gegen Rechts hat sich gelohnt.
Es ist ein wichtiges Zeichen, dass die NPD nicht im Landtag vertreten ist, auch wenn die 4,6%, die sie erreicht hat, zeigen, dass noch viel mehr Aufklärung gegen Rassismus und Faschismus geleistet werden muss."
| Die GJ-LSA hat zwei eigene Wahlkampfschwerpunkte: Antirassimus und Hochschulpolitik.
Thema Antirassismus
Rechtsextremismus und Rassismus sind in Sachsen-Anhalt ein ernst zunehmendes Problem. Tragische Ereignisse wie der Tod von Oury Jalloh, der in einer Polizeizelle in Dessau verbrannt ist, und rechte Übergriffe wie die Attacke von Rechten auf eine Theatergruppe in Halberstadt, sind nur die Spitze des Eisbergs, verdeutlichen aber die angespannte Stimmung im Land. Diese Stimmung und die niedrige Wahlbeteilung in Sachsen-Anhalt, welche auch durch den Kuschelwahlkampf von CDU und SPD verursacht wird, sind gefährlich: Die NPD steht in den aktuellen Umfragen bei 5 % und ist damit im Landtag. Von Seiten der NPD gibt es massive Anstrengungen im Wahlkampf. Die Grüne Jugend Sachen-Anhalt stellt sich in ihrem Wahlkampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Intoleranz!
Eine Politik, die alle Menschen ernst nimmt muss langfristig auf einen globalen wirtschaftlichen Ausgleich bedacht sein. Unsere Vision ist eine Welt, in der Staatsgrenze unnötig sind. Der globale Norden muss aufhören auf Kosten des globalen Südens zu wirtschaften!
Die NPD - eine menschenfeindliche Partei Die NPD verbreitet in Deutschland massiv Ressentiments gegen gesellschaftliche Minderheiten und schürt damit Feindlichkeit gegen alle, die nicht ihrem Bild entsprechen.
Und: die NPD sind GeschichtsverdreherInnen: NPD-Chef Udo Voigt hält Adolf Hitler für einen "großen deutschen Staatsmann". Er bestreitet, dass die Nazis sechs Millionen Juden umgebracht haben. Deswegen: Geht demokratische Parteien wählen! Rechte dürfen nicht in den Landtag kommen- Sachsen-Anhalt ist offen für alle, wir sind ein demokratisches und tolerantes Bundesland.
Sarrazin und die Gen-Lüge „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“- diesen Satz haben wir in der letzten Zeit nur All zu oft gehört. Aber statt sachlicher Argumentation kommen hinterher nur Ressentiments und stigmatisierende Verallgemeinerungen. Und Sarrazin bricht mit seinen Behauptungen kein Tabu. Skandalisierung von Migration gehört- nicht nur in Deutschland- schon längst zur politischen Normalität.
Sarrazin und viele andere PopulistInnen verkennen die Ursachen für die gesellschaftlichen Probleme die wir in Deutschland unverkennbar haben. Ursache ist eine falsche „Integrations-“politik, die in Deutschland jahrzehntelang Eingewanderten ihre politischen Rechte vorbehalten hat, die MigrantInnen den Zugang zu Bildung, Wohnraum und Arbeit systematisch erschwert hat. Die Verarmung und Deklassierung von MigrantInnen wurde billigend in Kauf genommen-und somit führte eine fehlgeleitete Politik zu Rassismus und Ausgrenzung. Das Problem ist aber auch eine Gesellschaft, die sich durch Ausgrenzung definiert.
Demokratie statt Integration Wir leben in einer Gesellschaft in der Einwanderung inzwischen unabdingbar dazu gehört. Aber derzeit wird an die Menschen, die hier leben wollen, der Anspruch herangetragen, sich an einen bestimmten Verhaltenskodex anzupassen. Ein demokratischer Staat ist aber nichts Exklusives. Unsere Demokratie ist für alle offen und pluralistisch angelegt. In der aktuellen Debatte scheint es, die „LeistungsträgerInnen“ dieser dürften über die Daseinsberechtigung von Menschen urteilen zu dürfen.
Auch Migration ist eine Systemfrage In den Industrieländern herrscht großer Wohlstand. Das liegt auch daran, dass der globale Norden auf Kosten des globalen Südens wirtschaftet. Wir können in Europa viele Produkte zu günstigen Preisen kaufen- sei es Kleidung oder technische Geräte. Dieses Privileg haben wir oft jedoch nur aufgrund der Ausbeutung der ökologischen Lebensgrundlage in den Ländern des globalen Südens, denn die Industrien die uns zu gute kommen werden kaum durch Umweltstandarts begrenzt. Eine andere Ursache ist die Beschäftigung von Menschen Arbeitsverhältnissen- auch das kommt uns zu gute. Daher verursachen wir gerade wirtschaftlich motivierte Migration durch ein ungerechtes globales Wirtschaftssystem mit.
Thema Hochschulpolitik
Unsere Forderungen:
2.Mehr Humboldt, bitte! Die Humboldtsche Universität im 21. Jahrhundert etablieren!
3.Mehr Open Access, bitte! Informationen allen zugänglich machen!
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